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ICOLD - 69th Annual Meeting

9. bis 15. September 2001 in Dresden


Symposium “Benefits and Concerns about Dams”

Hörsaalzentrum der TU Dresden, 13. September 2001

Das Annual Meeting in Dresden fand an einem für ICOLD hochinteressanten Zeitpunkt statt. Nach der Veröffentlichung des Abschlussberichts der World Commission on Dams (WCD) im November 2000, in dem die weltweit existierenden 45.000 Talsperren sehr undifferenziert als überwiegend schädlich beurteilt worden waren, musste eine Diskussion zwischen ICOLD und WCD über Nutzen von und Bedenken gegenüber Talsperren einsetzen. Wir, das DTK, haben ICOLD dafür gewonnen, dass in Dresden ein ganztägiges Symposium dem Thema “Benefits and Concerns about Dams” gewidmet war. Unser Anliegen war, eine Diskussion zwischen den unterschiedlichen Auffassungen, die gegenwärtig allzu sehr von “schwarz” und “weiß” geprägt sind, in Gang zu bringen.



Es ist gelungen, hochrangige Redner zu gewinnen. So hatte die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul, zugesagt, die Position der Bundesregierung zu verdeutlichen. Die schrecklichen Ereignisse des 11. Septembers, zwei Tage vor dem Symposium, haben die Bundesministerin dann jedoch in Berlin festgehalten. Staatsekretär Erich Stather übernahm ihren Part. Von Seiten der WCD hatte deren Chairman, Prof. Kader Asmal, der südafrikanische Bildungsminister, angekündigt, den Abschlussbericht persönlich zu kommentieren. Er war bedauerlicherweise durch Krankheit kurzfristig verhindert, weshalb die 700 Zuhörer mit einer Videoübertragung vorlieb nehmen mussten. Die Position der Weltbank wurde von Alessandro Palmieri vertreten, die Position der NGOs u.a. von Dr. Bosshard. Die Sicht derjenigen Länder, in denen gegenwärtig im wesentlichen neue Talsperren benötigt und gebaut werden, wurde durch Vertreter Chinas (Zhang Jinsheng) , der Türkei (Mümtaz Turfan), Indiens (Dr. Gopalakrishnan), Nepals (Dr. Karmacharya) und Spaniens (Prof. Berga) vorgetragen. Alle Beiträge, einschließlich der Diskussionen, sind hier nachzulesen; eine Bewertung des Symposiums aus DTK-Sicht finden Sie hier.